Stimmungserhellende Geschichten bei Metronom – Dezemberprogramm

Metronom mit Dezemberprogramm

Auf dem Spielplan des Theaters Metronom stehen fünf Stücke

Heldenmut, „Swinging christmas“ und Traumurlaub im Keller

Fünf Stücke stehen im Dezember auf dem Spielplan des Theaters Metronom in Hütthof. Los geht es am Sonnabend, 6. Dezember, ab 19 Uhr mit „Niemand heißt Elise“. Das Stück für Kinder und Erwachsene ab acht Jahren wird auch am Montag, 8. Dezember, ab 10 Uhr aufgeführt. Dabei findet Elise das Tagebuch ihrer Großmutter und taucht ein in eine andere Zeit, in der ihre Oma Elise noch jung war und gerade ihre Heimat verlassen musste. Auf der Flucht erreicht sie einen einsamen Bahnhof hinter der Grenze. Dort lebt der Bahnwärter Lukas, bei dem sie ein Jahr lang bleibt. Als von höherer Stelle der Rücktransport von Elise angeordnet wird, begeht Lukas eine heldenhafte Tat.
Weiter geht es am Freitag, 12. Dezember, ab 20.30 Uhr mit „Oskar und die Dame in Rosa“. Der zehnjährige Oskar hat Leukämie und weiß, dass er nur noch kurze Zeit zu leben hat. Seine Eltern sind Feiglinge und meiden das Thema. Nur die ehemalige Catcherin Oma Rosa hat den Mut, mit Oskar zusammenzusitzen und über seine Fragen nachzudenken. Sie rät ihm, sich jeden verbleibenden Tag wie zehn Jahre vorzustellen, und so durchlebt Oskar auf wundersame Weise ein ganzes Menschenleben.
„Dritter Engel, vierte Reihe und swinging christmas“ heißt das Stück, das an den Sonnabenden, 13. und 20. Dezember, ab 20.30 Uhr und an den Sonntagen, 14. und 21. Dezember, ab 19.30 Uhr aufgeführt wird. Annemarie Baumann spielte immer den dritten Engel in der vierten Reihe, jedes Jahr im Krippenspiel in der Kirche. Sie war und ist das Mauerblümchen – aber eins ist ihr klar: Die Herdmann-Kinder waren die schlimmsten Kinder aller Zeiten. Sie logen, klauten, rauchten Zigarren, sogar die Mädchen. Dann hatten sie es sogar geschafft, sämtliche Hauptrollen in dem Krippenspiel zu bekommen, das zu Weihnachten aufgeführt wurde.
Am Freitag, 19. Dezember, ist Alvaro Solar zu Gast, der den kleinen italienischen Bauern Johan Padan verkörpert. Auf der Flucht vor der Inquisition heuert er bei Christoph Columbus an, der zu seiner vierten Reise nach „Indien“ aufbricht. Der wasserscheue Nichtschwimmer Johan geht auf große Fahrt – und wird so zum Entdecker Amerikas. Mit Glück und Witz entkommt er seinen brutalen spanischen Dienstherren, erwehrt sich erfolgreich der Übergriffe hungriger Kannibalen, übt sich als Missionar unter den Eingeborenen und macht in seiner Rolle als „Sohn der aufgehenden Sonne“ schließlich noch ganz unverhofft Karriere in der neuen Welt.
Kurz vor dem Jahreswechsel spielen Karin Schroeder und Andreas Goehrt auch noch die rabenschwarze Komödie „Pago Pago“ am Sonnabend, 27. Dezember, ab 20.30 Uhr und am Sonntag, 28. Dezember, ab 19.30 Uhr. Nach Jahren der Plackerei sind die Kinder endlich aus dem Haus, nach Jahren ohne einen freien Tag ist der Traumurlaub gebucht, die Koffer sind gepackt, die Südsee ruft! Doch nach Jahren finanzieller Sicherheit ist der Mann plötzlich arbeitslos, der Urlaubstraum ist geplatzt und nach Jahren freundschaftlicher Nachbarschaft kann man sich mit dieser Schmach nirgends blicken lassen. Man verkriecht sich im Keller. Zumindest einen Traumurlaub lang. Merkt ja niemand. Doch der Keller entwickelt plötzlich ein Eigenleben.
Karten für die Veranstaltungen gibt es über das Kartentelefon (04262) 1399.

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Vielseitiges Programm mit Liebesgeschichten, Musik und Träumen

Produktionen aus 20 Jahren Theater „Metronom“

Produktionen aus 20 Jahren Theater „Metronom“ leben auf

Vielseitiges Programm mit Liebesgeschichten, Musik und Träumen

Sechs Stücke stehen in diesem Monat auf dem Spielplan des „Theaterherbst“ im Theater „Metronom“, das vor 20 Jahren die erste Spielreihe in Hütthof eröffnete. Aus Anlass des runden Geburtstages lässt das Theater Wegbereiter und Kollegen spielen und Produktionen noch einmal aufleben, die den Machern ans Herz gewachsen sind.
Den Auftakt macht am 7. und 8. November jeweils ab 20.30 Uhr das Stück „Emmas Glück“ mit Karin Schroeder. Emma lebt allein auf einem abseits gelegenen Bauernhof, der kurz vor der Zwangsversteigerung steht. Eines Nachts fliegt ein Ferrari aus der Kurve in den Hof. Darin ein Mann namens Max, der das Auto samt fünfzigtausend Dollar seinem Freund und Arbeitspartner Hans geklaut hat. Er wollte noch einmal nach Mexiko, denn er ist todkrank. Bevor Max fühlt, dass er am schönsten Ort der Welt angekommen ist, muss er lernen, mit Dreck und Tieren umzugehen und vor allem mit einer Frau, die so urwüchsig, liebeshungrig und bauernschlau ist wie eben Emma. Ein modernes Märchen, eine hinreißende Liebesgeschichte, ein Krimi um Leben und Tod.
Am 14. November steht ab 20.30 Uhr Gilla Cremer mit „Die Dinge meiner Eltern“ auf der Bühne. Dabei steht Agnes im Haus ihrer verstorbenen Eltern. Dort ist sie aufgewachsen, hier haben Vater und Mutter 60 Jahre lang gewohnt – nun muss es geleert werden. Wo fängt man an? Im Keller oder auf dem vollgestopften Speicher? An jedem Gegenstand scheint noch so viel Leben zu hängen, ein vertrauter Geruch oder eine Geschichte! Erinnerungen an die Familie und die eigene Kindheit springen aus Schubladen und Schränken. Agnes stolpert über Briefe und Tagebücher, die nicht für sie bestimmt waren. „Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg“, hatte ihr ein Entrümpelungs-Profi geraten. Wenn das so einfach wäre…
„Bodeker und Neander“ spielen am 15. November ab 20.30 Uhr und am 16. November ab 19.30 Uhr „Follow Light – Träume zum Mitnehmen“. In die Welt der Träume, in das Land der eigenen Wünsche entführt das Duo mit seinem fulminanten Bildertheater voller Poesie, feinstem Humor, optischen Illusionen, Emotionen und Musik. In „Follow Light“ reisen die beiden als zwei Weltenbummler von Traumgebilde zu Utopia und begeben sich auf die Suche nach dem Licht, aus dem die Träume sind und durchleben komödiantische und durchaus ernst zu nehmende Abenteuer.
Der Jugendclub im Theater „Metronom“ präsentiert am 21. und 22. November jeweils ab 19.30 Uhr „Y.O.L.O. – you only live once”.  Zwei voll besetzte Autos mit Jugendlichen fahren in Richtung Riepe. Als Anna in dem anderen Auto ihren Freund Jeff mit einer neuen Freundin entdeckt, kommt es zu einer Verfolgungsjagd. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Beide Autos krachen gegen einen Baum. Die Jugendlichen erwachen in einer Zwischenwelt, in einer Art Vorhimmel. Der Portier Petro prüft ihre Anwesenheit und macht ihnen klar, dass sie sich entscheiden müssen, ob sie mit dem Fahrstuhl weiter nach oben fahren wollen oder ins Erdgeschoss zurückkehren wollen. Sie haben nicht viel Zeit für diese Entscheidung.
Im Anschluss an beide Vorstellungen spielt im Foyer „Who killed Frank?“. Mit ausgeklügelten Arrangements und viel Liebe zum Detail präsentiert die Rotenburger Band gehaltvollen Indierock.
Zum Monatsende gibt es am 29. November ab 20.30 Uhr und am 30. November ab 19.30 Uhr „Die Zirkusreiterin“ mit Karin Schroeder, Andreas Goehrt, Reinhard Röhrs und Jan Fritsch. Ein letztes Mal treten die beiden Artisten im Zirkus ihrer Kinder auf. Jetzt sind sie alt. An ihren Schminkspiegeln lassen sie ihr Leben Revue passieren: Die damals 18-jährige Irene verliebt sich in den Clown Peter. Aber man schreibt das Jahr 1941 – Irene ist Jüdin. Was wie eine schöne, aber nicht ungewöhnliche Liebesgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen Spiel in der Manege. Eine wahre Geschichte einer verbotenen Liebe.
Karten für alle Vorstellungen gibt es unter Telefon (04262) 1399.