Wo Vogel Liebhaber kleine Tukane bewundern können

Babyboom Tukane Weltvogelpark Walsrode

Babyboom und Europaweit einmaliger Zuchterfolg bei den Braunohrarassaris 

Dem Weltvogelpark Walsrode ist ein europaweit einmaliger Zuchterfolg gelungen. Bei den Braunohrarassaris gelang zum ersten mal die Nachzucht: Gleich drei Paare der ursprünglich aus den Tieflandregenwäldern Südamerikas stammenden Tukane haben kürzlich gebrütet.

Daneben können auch die Brillenpelikane putzmunteren Nachwuchs vermelden. Sie haben selbständig in der Außenanlage gebrütet – eine solche Naturbrut kam bislang noch nie vor. Durch den Banyboom bei Brillenpelikanen und Braunohrarassaris hat die Kinderstube des Weltvogelpark nun 13 neue Mitbewohner.

Mit den Geburten der vergangenen Wochen stellt der Weltvogelpark Walsrode einen Rekord auf: Als Europaweit einziger Zoo kann der Park Bruterfolge bei den  Braunohrarassaris vorweisen. Die Spechtvögel aus der Familie der Tukane wohnen erst seit der vergangenen Saison im Weltvogelpark Walsrode – und fühlen sich bereits so wohl, dass kürzlich drei Paare Jungtiere zur Welt gebracht haben.

Die Küken sind bei ihrer Geburt noch vollkommen hilflos gewesen. Nach zwei bis drei Wochen wachsen langsam ihre Federn, mit etwa 45 Tagen werden die Jungen schließlich flügge.

Auch „um die Ecke“ bei den Brillenpelikanen wird Nachwuchs vermeldet, in den vergangenen Wochen sind sechs Küken geschlüpft. Ihre Eltern versorgen sie liebevoll: Während die Küken immer in einer Gruppe zusammen stehen, wechseln sich die Elternteile mit der Beaufsichtigung ab – wie in einem richtigen Kindergarten.

Sonja Buchhop, Pressesprecherin des Weltvogelpark Walsrode, freut sich: „Es ist das erste Mal, dass Brillenpelikane bei uns komplett durch ihre Eltern großgezogen werden. Sie haben sich selbständig in der Außenanlage Nester gebaut. Da sie aus Australien kommen, benötigen sie eigentlich hohe Temperaturen, um in Brutstimmung zu kommen.“

Ein Brillenpelikan-Pärchen bleibt stets für mindestens eine Brutsaison zusammen, beide Elternteile kümmern sich um die Bebrütung der Eier und die Versorgung der Jungtiere. Die Küken schlüpfen nach 35 Tagen. Eine Woche später wächst ihnen ein Flaum aus weichen Daunen und nach rund drei Monaten können sie schließlich fliegen

Momentan unternehmen die Kleinen bereits ihre ersten Ausflüge zum Teich. Anne Hoppmann, Biologin im Weltvogelpark Walsrode, berichtet: „Die Küken werden bei den Ausflügen sehr gut von Ihren Eltern bewacht und immer abgeschirmt. Wer Probleme hat, vom Wasser wieder auf die Wiese zu krabbeln, der wird mit einem Stups des 50 Zentimeter langen Schnabels einfach wieder an Land befördert. Das ist ein toller, sozialer Gruppenzusammenhalt.“

 

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Weltvogelpark sucht Tierpaten

Weltvogelpark sucht Tierpaten

Ein farbenfroher Babyboom

Seit der Saisoneröffnung im März erstrahlt der Weltvogelpark Walsrode in seiner vollsten Blütenpracht. Je nach Jahreszeit tauchen Milionen Frühlingsblüher, unzählige Rhododendren, tausende Rosen oder beeindruckende Spätsommerblüher wie Dahlien in ein buntes Farbenmeer. Eine traumhafte Kulisse inmitten eines autemberaubenden Konzerts, bestehend aus piependen, zwitschernden und kreischenden Gesängen zahlreicher kleiner Vogelbabys. Das Beste: Ab diesem Jahr können haben alle Besucher die Möglichkeit, eine Patenschaft für die quietschfidelen Parkbewohner abzuschließen.

Der Weltvogelpark Walsrode erlebt derzeit einen wahrhaften Babyboom in seiner vollsten Pracht: Exotische Gebirgsloris, farbenfrohe Königsparadiesvögel, kleine Milchuhus und viele weitere süße Küken haben in den vergangenen Wochen das farbenfrohe Licht des Parks entdeckt. Besonderes stolz ist der Weltvogelpark auch über die Babys der Kanadagänse, der Malaienkäuze und der Gänsegeier.

Die Kanadagänse gehören normalerweise nicht zum Park, aber sie kommen bereits seit vier Jahren zum Nisten vorbei. Hier finden sie optimale Brutmöglichkeiten, denn der große Teich und die Gehege bieten viele Futtermöglichkeiten. Außerdem nutzt die Kanadagansfamilie die große, grüne Fläche des Parks als „Lebensraum zum Wohlfühlen“. Die Malaienkauzküken sind Mitte Mai geschlüpft und lassen die Herzen der Parkbesucher seitdem höherschlagen. In freier Wildnis ist der Malaienkauz von Indien bis Taiwan beheimatet.

Er bewohnt Regenwälder und feuchte Laubwälder bis in eine Höhe von 4000 Metern im Himalaya. Bezeichnend für ihn sind die herzförmige Gesichtzeichnung und das quer gestreifte Brustgefieder.

Weiterer neuer Mitbewohner in der Kinderstube des Weltvogelpark Walsrode ist der schüchterne Gänsegeier. Er kann während der täglichen Vogelbabyfütterung um 13:30 Uhr von den Besuchern bestaunt werden. In freien Wildbahn lebt der Gänsegeier eher in öden Gegenden mit wenig Baumbewuchs, vorzugsweise in Gebirgssteppen und Hochplateaus.

Sein Lebensraum erstreckt sich von Südeuropa und Nordafrika bis in südwestliche Asien. Doch Vorsicht! Er ist gar nicht so harmlos, wie er unter seinen flauschigen Federn aussieht: Seine Nahrung besteht aus gefallenen Wildtieren.

Das Ziel des Weltvogelpark Walsrode ist es, seinen kleinen und großen Besuchern ein Erlebnisparadies der Extraklasse zu bieten – und das soll nicht nach einem Tag enden: Ab diesem Jahr haben Besucher die Möglichkeit, Patenschaften für die gefiederten Bewohner abzuschließen. Diese sind für die Dauer ab einem Jahr möglich.

Ob für kleine Vogelbabys oder ganze Themenhallen – die Möglichkeiten sind hier (fast) unbegrenzt.

Weltkunst in Walsrode: John Chamberlain Installationen im Weltvogelpark

Art and Nature John Chamberlain Weltvogelpark Walsrode

„Art and Nature“ – unter diesem Motto findet bis 31. August 2014 eine rund viermonatige Ausstellung von John Chamberlain, eines der wichtigsten Künstlers der zeitgenössen Kunst, statt. Bis Ende August präsentiert der Weltvogelpark Walsrode vier Skulpturen des 201 verstorbenen Künstlers.

In den 50er Jahren entdeckte Chamberlain seine Liebe zu Metall und später dann zu Autoblech und Autoschrott als Werkstoffe. Für die damalige Kunst ungewöhnlich, arbeitete er mit Werkzeugen wie Metallpresse und Schweißbrenner. Trotz der eher unflexiblen Materialien vermitteln die Werke Leichtigkeit. Mit seiner Arbeiten und Materialien gab er der zeitgenössischen Kunst entscheidende Impulse.

Mitten im Park stehen die vier Skulpturen „Naughtynightcap“, „Burntpiano“, „Mermaidsmischief“ und „Wishingwellwink“. Letztere entstand im Jahr 2002, die anderen drei in den letzten Lebensjahren des Künstlers.

John Chamberlain lädt den Betrachter ein, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Je nach Blickwinkel verändert sich  der Charakter der Skulptur und regt den Besucher immer wieder zu neuen Ideen, Gedanken und Interpretationen an. Allen Werken dieser Reihe gemein sind die natürliche Anmut, die fließenden Formen und die auffalenden Farben.
Die Kunstwerke standen bereits an prominenten Orten wie dem Museumplein des Rijksmuseum in Amsterdamm, dem botanischen Garten in Miami, der Park Avenue und im Guggenheim Museum, New York.